Rhythmus

Rhythmus (Musik)

In der Musik bezeichnet der Begriff Rhythmus (altgriechisch ῥυθμός) eine der beiden horizontalen (zeitlichen) Dauerstrukturen von Einzel-Schallereignissen (Einsätze oder ggf. Endungen von Tönen/Geräuschen, grafisch durch Notenzeichen repräsentiert) und Dauern der Stille (grafisch: Pausenzeichen), bzw. die Dauerstrukturen unveränderlich-zusammenhängend interpretierter musikalischer Konzepte/Perzepte (z. B. Rhythmus der Fundamenttöne, Rhythmus der Tonhöhen (unabhängig vom Rhythmus der Anschläge/Endungen), Rhythmen von wiederkehrenden Tonhöhen in scheinpolyphoner Melodik, uva.).

Repräsentiert man eine musikalische Struktur als ein zweidimensionales Diagramm mit der Zeit auf der X-Achse und der Tonhöhe auf der Y-Achse (vergleichbar mit der Notenschrift), bezeichnet Rhythmus neben der Melodie eine der beiden horizontalen Strukturen. Die dazu senkrechte vertikale Komponente entspricht in diesem Bild der Tonhöhe. Beides ist grundsätzlich unabhängig voneinander veränderlich, allerdings kommuniziert auch die Dimension der Tonhöhe Rhythmen.





Wadspringen!



Shuffle

Der Shuffle-Rhythmus mit Betonung auf dem Offbeat. Beispiel: Audio-Datei / Hörbeispiel Pete Johnsons Boogiefigur?/i
Ein Shuffle ist ein ternärer (auf Triolen aufgebauter) Rhythmus, der vor allem im Blues und Jazz Anwendung findet. Gelegentlich werden dafür auch die Bezeichnungen „punktiert“ und „Swing“ verwendet, die allerdings irreführend bzw. mehrdeutig sind.
Anstatt einen Notenwert in zwei gleich lange Zeitabschnitte aufzuteilen (binär oder „gerade“), wird bei der ternären Rhythmik eine Dreiteilung vorgenommen. Das Mittel, diese Dreiteilung unabhängig von der Taktart zu notieren und sprachlich zu erfassen, ist die Triole. Im Gegensatz zu anderen ternären Rhythmen werden im Shuffle zwischen den betonten Beats (in der Regel zwischen den Viertelnoten) nicht zwei unbetonte Noten gespielt, sondern nur eine, wie im binären Rhythmus. Deswegen lässt sich jeder binäre Rhythmus in einen Shuffle übertragen.
Das wird dadurch erreicht, dass nichts gespielt wird auf dem ersten der beiden unbetonten Schläge zwischen den Beats. Auf dem zweiten unbetonten Schlag wird das gespielt, was im binären Rhythmus genau mittig zwischen den Beats gespielt würde (die Achtelnoten). Dadurch rücken die unbetonten Schläge näher heran an den jeweils nächsten Beat.
Binäre Rhythmik im 4/4-Takt:
 Volkstanzen auf dem Vordeck.


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